Projekt: Fußball AG in der Privaten-Kant-Schule

 

Unter dem Motto "Schule und Verein" startete am 7. Oktober 2008 die Kooperation zwischen der Privaten Kant-Schule und dem LFC Berlin.

 

Großstadtkinder haben in der heutigen Zeit nicht mehr genügend Möglichkeiten, sich auszutoben, Bewegungserfahrungen zu sammeln und ihre motorischen Fähigkeiten zu entwickeln. Steigende schulische und außerschulische Belastungen lassen den Kindern nicht viel Zeit, um ihren Hobbies dauerhaft und kontinuierlich nachzugehen. Eine Kooperation zwischen Schule und Sportverein bietet die Möglichkeit, ein zusätzliches Sportangebot in den Schulalltag zu integrieren. Die Private Kant-Schule besitzt hierfür sehr gute strukturelle und organisatorische Voraussetzungen. Der LFC Berlin, der Fußballverein mit Deutschlands größter Jugendabteilung, ist der ideale Partner für ein freudbetontes, aber auch zielstrebiges Fußballtraining.

 

In dieser Fußball AG trainieren 14 Kinder. Sie sind zwischen 10-12 Jahre und gehen in die 4.-6. Klasse. Trainiert wird einmal wöchentlich. Das Training ist im Stundenplan fest integriert. Eine Note gibt es natürlich nicht. Im Vordergrund der Fußball AG steht die fußballerische Entwicklung, aber natürlich auch der Spaß. Geleitet wird die Fußball AG von André Palecek, Trainer der 2.A-Junioren. Es wird darauf hingearbeitet, bei Turnieren und Freundschaftsspielen gegen andere Schulen anzutreten.

  

Trainer André Palecek 

 

Aus -  "Sport in Berlin" 11/05
An der Wilma-Rudolph-Schule gibt es eine Spezialklasse für Leistungssport

Großes Interesse am Fußball

Ein Kleinod im Grünen, nicht allzu weit entfernt vom U-Bahnhof Onkel-Toms-Hütte, umgeben von mächtigen Kiefern und Eichen. Wer die Wilma-Rudolph-Oberschule in Zehlendorf besucht, der kann sich in der Tat glücklich schätzen. Dabei handelt es sich um ein sehr modernes, viel Auslauf bietendes Areal, das von der US-Schutzmacht 1964 als Berlin American High School für Kinder amerikanischer Soldaten errichtet wurde. Nach Abzug der Alliierten fiel die Anlage in die Hände des Bezirks und erfüllt nach einem für mehrere Millionen notwendig gewesenen Gebäude-Umbau nicht nur die gewünschten Erfordernisse des Berliner Schulwesens, sondern bringt auch alle Voraussetzungen zum Wohlfühlen mit sich. Was gleichfalls auf die Sportanlagen zutrifft, die vom Feinsten sind.

„Seit elf Jahren haben hier 1070 Schüler und Schülerinnen eine neue Heimstatt gefunden“, erzählt die Direktorin Anja Rathmann, die die  Gesamtschule seither führt. In der sechszügigen Mittelstufe (7.-10. Klasse) gibt es dabei einen reinen Sportzug, der äußerst begehrt ist. Für die Aufnahme liegen oftmals mehr als 60 Anmeldungen vor, in der Hauptsache von Fußball interessierten Jungen, so dass zunächst gesiebt werden muss. Das heißt, es findet ein Sichtungstraining vor einem Prüfkollegium statt, ehe - natürlich auch unter Berücksichtigung der vorher erreichten schulischen Noten - die endgültige Entscheidung darüber fällt, welche Bewerber aufgenommen werden.

„In dieser Spezialklasse wird kein Breitensport getrieben, sondern leistungsorientiert gearbeitet“, so die Schulleiterin. Und zwar in vier Sportarten: Fußball - in enger Kooperation mit dem VfL Lichterfelde, Hockey, Volleyball und - in Zusammenarbeit mit der SG Steglitz und dem VfK Südwest - Schwimmen. Darüber hinaus gibt es Arbeitsgemeinschaften für Basketball, Cheerleading und Tennis. Erstaunlicher Weise aber nicht für Leichtathletik, jener Sportart, der diese Bildungseinrichtung letztendlich ihren Namen verdankt. Denn Wilma Rudolph war Sprinterin, und zwar eine begnadete und dazu äußerst erfolgreiche. Nach ihrem dreifachen Olympiasieg 1960 in Rom erhielt sie von der Presse das anerkennende Attribut von der „schwarzen Gazelle“, womit ihr unnachahmlicher Laufstil gewürdigt werden sollte. Anja Rathmann: „Als wir uns im Jahr 2000 bei der Suche nach einem Namen für unsere Schule fast einstimmig für diese amerikanische Athletin entschieden, taten wir das nicht nur wegen ihrer herausragenden sportlichen Leistungen, sondern auch wegen ihres hohen Engagements auf sozialem und politischem Gebiet.“ Was nicht nur in der Überwindung der Rassentrennung gipfelte, sondern sich auch in der Gründung ihrer Foundation (1981) widerspiegelt, mit der junge Sportler unterstützt werden sollen. Übrigens war bei der feierlichen Umbenennung der Schule vor fünf Jahren auch Jutta Heine anwesend, jene blonde Läuferin aus Hannover, die einst zu den großen Gegenspielerinnen der US-Sprinterin zählte. Schulbereichsleiter Peter Sommer denkt darüber nach, im Rahmen der Bundesjugendspiele einen speziellen Lauf auszuschreiben, um eventuell eine Berliner Nachfolgerin der dreifachen Gold-Lady zu küren.

Alle zwei Jahre soll auch eine Projekt-Woche über das Leben und Wirken der US-Sportlerin stattfinden, was für Neuankömmlinge empfehlenswert wäre. Denn bei einem von uns durchgeführten, gewiss nicht repräsentativen Befragungs-Test, wer denn Wilma Rudolph war, schüttelten zwei von 20 Schülern den Kopf. Und nur die allerwenigsten wussten, wann und wo die Amerikanerin ihre großen Erfolge feierte.

Ein moderner Fitness- und Kraftraum, eine große, teilbare  Halle, eine Tartanfläche für Volley- und Basketball, dazu ein gepflegter Rasenplatz mit einer 300-m-Laufbahn und einer Sprintgeraden  bieten alle Voraussetzungen für sportliche Aktivitäten. Erfolge spiegeln sich in einem großen Trophäenschrank wider. Dreimal Sieger beim bundesweiten Hockey-Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“, beachtliche Resultate bei Rundenspielen im Fußball, Staffelläufen und beim Mini-Marathon, das sind nur einige markante Aha-Erlebnisse.    Text und Foto: Claus Thal

Wer war Wilma Rudolph?

Als 20. von 22 Kindern kommt sie am 23. Juni 1940 in St. Bethlehem/Tennessee, auf die Welt. Mit vier Jahren erkrankt sie an Kinderlähmung und muss zeitweise mit einer Krücke gehen. 1951 ist sie geheilt und beginnt mit Basketballspielen, ihre Laufbegabung wird entdeckt.1956 gewinnt sie in Melbourne mit der Staffel die Bronzemedaille, beginnt danach ihr Studium und wird 1960 in Rom Sprint-Königin: dreimal Gold über 100 m, 200 m und mit der Staffel. 1962 zieht sie sich vom Wettkampfgeschehen zurück, heiratet, bekommt vier Kinder und unterrichtet an einer Schule Sport. 1981 wird ihre Foundation zur Unterstützung junger Sportler gegründet. 1994 stirbt sie im Alter von 54 Jahren an einem Gehirntumor.


Schulprojekt 

Nach mehr als zwei Jahren der Zusammenarbeit kann man getrost ein positives Resümee ziehen. Die Nachfrage nach der Sportklasse - insbesondere von Spielern des Vereins – ist enorm. So sind in der jetzigen 7. Klasse vier von elf Fußballern aus unserem Verein. Allein aus der 1.C, der 2.C und der1.D sind 15 Spieler auf der Wilma-Rudolph-Oberschule. Erfreulich ist auch, dass einige gute Spieler von der Wilma-Rudolph-Oberschule den Schritt zum Lichterfelder FC gegangen sind. So bilden wir nicht nur unsere Spieler zusätzlich aus, sondern sorgen darüber hinaus für einen Zufluss von Spielern zu unserem Verein. Nachdem die Herthaprofis Malik Fathi und Sofian Chahed unsere Schule nach dem Abitur verlassen haben, haben wir mit Timur Özgöz einen weiteren Schüler der den Sprung in die U-18-Nationalmann-schaft geschafft hat. Diese Beispiele zeigen, dass Leistungssport und schulischer Erfolg sich nicht ausschließen. Ganz im Gegenteil: die Wilma-Rudolph-Oberschule bietet gerade für leistungsorientierte Spieler beste Bedingungen beide Ziele zu erreichen. Zu erwähnen ist sicherlich noch, dass die U-16-Schulmannschaft beim PlayStation-Schools, Cup als Zweiter aus Berlin zum Deutschland-finale nach Gelsenkirchen fahren durfte. Dort trafen sie auf die besten acht Schulen Deutschlands, die sich für das bundesdeutsche Finale qualifiziert hatten. Die Konkurrenz war hier allerdings zu stark, so konnte man das Endspiel nicht erreichen. Wir hoffen aber auch in diesem Schuljahr uns wieder für dieses Finale qualifizieren zu können. Als Trainer fungieren u.a. Sportdirektor Rüdiger Kreische und Jugendleiter Andreas Statkiewicz. Sichtungstermine für das nächste Schuljahr werden ab sofort im Sekretariat der Wilma-Rudolph-Oberschule unter der Nummer 6321 64 64 entgegengenommen.

 

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.wilma-rudolph.de 

Rainer Schmidt-Pötting (Koordinator der Sportklassen an der Wilma-Rudolph-Oberschule)

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11. Anker Wismar -7 16
12. Altlüdersdorf -11 16
13. Neubrandenburg -14 14
14. Brandenburg -26 10
15. LFC Berlin 1892 -24 3
16. Türkiyemspor -- --

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1. Neuendorf +39 31
2. LFC Berlin 1892 +34 28
3. Leipzig II +30 24
4. Dresden +11 23
5. Halle +13 22
6. Erfurt -2 19

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