1970-1971
Die Lichterfelder SU etablierte sich in der A-Klasse mit einem Mittelplatz, wobei ein Aufwärtstrend dieser sympathischen Mannschaft nicht zu übersehen war. In der Jugendabteilung freute man sich über die B-Jugend, die das Berliner Pokalfinale erreichte, jedoch gegen den SC Tegel mit 0:2 unterlag. Die Unglücklichen: Mixdorf, Brauer, Hahn, Milewski, Lindner, Sprangowski, Mulke, Schumann, Bogdoll, Thiede, Zimmermann und Jahn. "In dieser Mannschaft streckt das Gerippe jener Elf, die irgendwann wieder die LSU nach oben tragen soll" meinte Bruno Borchert, der bei 250 Vereinsmitgliedern auf 100 Jugendliche zurückgreifen kann. 
Fachgespräch bei Lichterfelde 12 mit Erwin Polster ( Mitte ) und Karl Hubrich ( rechtes ) in der Stadion- KLause.
Nach jahrelangem Dasein in der A-Klasse sollte in Lichterfelde endlichetwas geschehen. So trafen sich die Vorstände von Brandenburg 92 und Lichterfelde 12 im Februar 1971, um das bevorstehende Osterturnier gemeinsam zu veranstalten. Dabei fiel auch das Wort "Zusammenschluss". Nach relativ kurzer Zeit der Verhandlungen war es dann am 4. Juni 1971 so weit. Um die Spielstärke anzuheben und über mehr Vorstandmitarbeiter zu verfügen, wurde die Fusion beider Vereine beschlossen. Aus dem FV Brandenburg 1892 und
dem FC Lichterfelde 12 wurde die Fußball-Vereinigung Brandenburg-Lichterfelde, die sich zukünftig unter dem Kürzel Brali in Berlin einen Namen machen sollte. Die Zusammensetzung des Vorstandes des neuen Vereins: 1. Vorsitzender Hans Gansert, 2. Vorsitzender Joachim Sziedat, Kassierer Jörg Kaufmann, Jugendleiter Karl Hubrich. Trainer wurde der Kamerad Rudinger. 25 Jugend- und 10 Herrenmannschaften spielten fortan in Rot-Schwarz.
1971 - 1972
Im ersten Jahr von Brali konnte man natürlich noch keine Wunder in dern A-Klasse erwarten. Im Vordergrund stand das Kennenlernen und das Zusammenfügen der Senioren- und Jugendmannschaften. Bei der LSU rwartete man erneut einen Mittelplatz in der A-Klasse. Doch nach der ersten Halbserie fand man sich mit nur 3 Pluspunkten abgeschlagen auf dem letzten Platz wieder. In einer enormen Aufholjagd konnte etztendlich noch der Klassenerhalt gesichert werden. Im alles entscheidenden Spiel konnten Stroh, Ueberholz, Götze, B. Kluge, Steingräber, Seidel, Mode, Domnick, Zimmermann, Witte und H.G. Kluge den SC Heiligensee mit 2:0 besiegen. Für die Lichterfelder war es in erster Linie ein Nervenspiel, ging es doch um alles. Verteidiger B. Kluge erzielte das 1:0 drei Minuten vor der Pause. Erst als Zimmermann nach fast einer Stunde zum 2:0 einschoss, war das Spiel gelaufen. Die B-Jugend, fast die gleiche Mannschaft wie im Vorjahr, konnte die Staffelmeisterschaft erringen. In der Südkreismeisterschaft scheiterten die Jungs um Spielmacher R. Sprangowski jedoch an den Neuköllner Sportfreunden.
1972 - 1973
Brandenburg-Lichterfelde ging mit Reinhardt, Schulz, Böhme, G. Hoerdt, Langner, Fleckstein, H. Hoerdt, Jacob, Springer, Priebusch, Plettau und Trainer Heinz Stanke in die 2. Saison nach der Fusion. Man spielte recht ordentlich mit und wurde am Schluss Vierter in der A-Klasse. Für die LSU ging es darum, nicht wieder gegen den Abstieg aus der A-Klasse zu kämpfen. Trainer wurde Harry Witte und er konnte nach einigen Zugängen aus dem Vollen schöpfen. Folgende Spieler standen ihm zur Verfügung: Stroh, Kahl, Gundlach, Mode, Steingräber, Ueberholz, W. Erdmann, Nieworok, Krüger, Niedergesäß, Domnick, Giesler, Jensch, Seidel, Drescher und Zimmermann, der nach 242 Spielen und 92 Toren die LSU und Berlin noch während der Saison aus beruflichen Gründen verlassen musste. Mit einem sorgenfreien 11. Platz beendete man die Saison.
1973 - 1974
An diese Spielzeit werden sich noch viele Bralis erinnern. Die Truppe von Werner "Bolle" Klinger und Trainer H. Stanke kam schlecht aus den Startlöchern und nach der Hinrunde war man nur Elfter und im Spiel gegen den Ortsrivalen LSU verlor man 1:5. Doch in der Rückrunde spielten die Rot-Schwarzen wie im Rausch. Anders die Lichterfelder Sport-Union: Dort hat man unter Manager Peter Ernst enorm aufgerüstet und Trainer Heinz Jeske (von Hertha BSC gekommen) hatte die Qual der Wahl aus zwei Mannschaften die stärkste Formation zu bilden. Der Ehrgeiz war groß und nach 15 Spielen war man Tabellenerster. Der Weg in die Amateurliga war vorgezeichnet. Doch im Frühjahr 1974 legte die Mannschaft eine Negativserie, unter anderem 2:6 gegen Brandenburg-Lichterfelde hin, und man fiel auf den 5. Platz zurück. Doch
durch die Einführung der 2. Bundesliga wurden "oben" Plätze frei, die dem Tabellenvierten das Recht gaben, aufzusteigen. LSU wurde Fünfter und Brali punktgleich Vierter. Das bedeutete Qualifikationspiele. Im ersten Spiel hatten die LSUer die Nase vorn. Nach Toren von A. Hofmeister und W. Erdmann gewann man verdient mit 2:0. Nur 4 Tage später das 2. Spiel. Es war das Spiel des Brali-Heimkehrers Pietrulla, der mit seinen 2 Treffern entscheidenden Anteil am 2:0-Erfolg von Brali über die LSU hatte. Ein drittes und entscheidendes Aufeinandertreffen der beiden Lokalrivalen wurde 3 Tage später am 26.Mai 1974 fällig. Durch Tore von Böhme und Webernick kamen die Rot-Schwarzen alles in allem verdient zum Sieg, der den Aufstieg in die Amateurliga bedeutete. LSU hatte noch die Chance, in einem weiteren Qualifikationsspiel gegen den BSC Rehberge mit einem Sieg den Brandenburgern zu folgen. Doch aus disziplinarischen Gründen konnten einige Spieler nicht
berücksichtigt werden, so dass die 2:6-Niederlage nicht allzu überraschend kam. Die Spieler des Aufsteigers in die Amateurliga FV Brandenburg-Lichterfelde: Briese, Priebusch, Fleckstein, G. Hoerdt, Beeskow, Rießler, Gaida, H. Hoerdt, Webernick, Pietrulla, Bernert, Böhme, Langner und Schmidt. Die Unterlegenen der Lichterfelder Sport-Union: Kopmann, Breuer, Radtke, Krüger, Brauer, Ueberholz, Sprangowski, Niedworok, E. Erdmann, A. Hofmeister, Giesler und Krüdewagen. Hans Gansert und Hans-Joachim Kolepki konnten im Mai 74 die Vereinsmitteilungen "Brand-Licht" vorstellen und Kurt Augustin gab die LSU-Vereinsnachrichten heraus.
In der nun schon 300 Mitglieder umfassenden Jugendabteilung von Brandenburg-Lichterfelde machten sich die ersten Erfolge bemerkbar: die
1.C-Jugend wurde Staffelsieger.
A-Klasse
1. | SC Tegel | 80:41 | 44:16 |
2. | 1. FC Lübars | 73:42 | 40:20 |
3. | Post SV | 43:31 | 37:23 |
4. | Brali | 78:61 | 35:25 |
5. | Lichterfelder SU | 59:50 | 35.25 |
6. | SC Charlottenburg | 57:43 | 34:26 |
7. | Nord/ Nordstern | 72:59 | 32:28 |
8. | Berliner Sport Club | 66:71 | 29:31 |
9. | Minerva 1910 | 56:64 | 29:31 |
10. | Wacker Lankwitz | 73:78 | 28:32 |
11. | Neuköllner SF | 52:47 | 27:33 |
12. | SW Spandau | 42:55 | 26:34 |
13. | Normania 08 | 53:61 | 25:35 |
14. | Hertha 03 Am. | 45:59 | 24:36 |
15. | Hansa 07 | 55:88 | 22:38 |
16. | BW Spandau | 29:83 | 13:47 |
1974 - 1975
n dieser Saison führte W. Klinger die Geschicke im Vorstand der FV Brandenburg-Lichterfelde und Trainer Stanke leitete die sportliche Arbeit der ersten Mannschaft. In der Jugendabteilung der Leitung H.J. Kolepki sind 25 Mannschaften von der A- bis zur E-Jugend beim Verband gemeldet. Zu ganz großen Erfolgen kam es noch nicht, doch fast alle Mannschaften platzierten sich zwischen dem 2. und 4. Rang.
Der Start in die neue A-Klassen-Saison verlief für die LSU wenig überzeugend. Trotz der erneuten Kaderauffrischung und Verstärkungen blieb
man hinter den erhofften Leistungen zurück. Nach dem im Herbst 1974 erfolgten Trainerwechsel, Ex-Profi Hans Bernrieder kam für Heinz Jeske, ging es zwar aufwärts, unter anderem gewann man den Berliner Kindl Offensiv-Pokal und den von Gerhard Rehfeld gestifteten Wanderpokal, aber mehr als ein 6. Platz am Ende war für folgende Spieler nicht drin: Hahn, Thomas. Krüdewagen, Radtke, Krüger, Klotz, Mienigel, Jung, Sprangowski, Czibrowski, Breuer, Niedworok, Wesemann, M. Tegge, W.D. Tegge und Mode.
A -Klasse
1. | Wacker 04 Am. | 99:37 | 45:15 |
2. | Olympia 53 | 63:45 | 41:19 |
3. | VfB Britz | 55:38 | 41:19 |
4. | SC Gartow | 70:42 | 34:26 |
5. | SC Charlottenburg | 56: 52 | 34:26 |
6. | Lichterfelde SU | 66:49 | 33:27 |
7. | Neuköllner SF | 56:46 | 33:27 |
8. | Viktoria 89 | 48:46 | 33:27 |
9. | Wacker Lankwitz | 76:75 | 28:32 |
10. | Minerva 1910 | 56:71 | 28:32 |
11. | VfL Schöneberg | 40:57 | 26:34 |
12. | Frohnauer SC | 42:55 | 23:37 |
13. | Brandenburg 03 | 56:70 | 23:37 |
14. | Minerva 93 | 43:71 | 20:40 |
15. | SC Ruhleben | 25:64 | 20:40 |
16. | Stern Britz | 49:80 | 18:42 |
In der LSU-Jugendabteilung wurde der Leiter Peter Eisengräber auch nicht vom Glück verfolgt. Keiner Mannschaft gelang es, sich in der oberen Tabellenhälfte zu platzieren.

| 1. | 0 | Energie Cottbus | 0 |
| 1. | 0 | BFC Dynamo | 0 |
| 1. | 0 | Brandenb. SC | 0 |
| 1. | 0 | LFC Berlin | 0 |
| 1. | 0 | Malchower SV | 0 |
| 1. | 0 | TSG Neustrelitz | 0 |
| 1. | 0 | Optik Rathenow | 0 |
| 1. | 0 | Torgelower SV | 0 |
| 1. | 22 | Leipziger FC | 55 |
| 2. | 22 | 1.FC Lübars | 53 |
| 3. | 22 | LFC Berlin | 46 |
| 4. | 22 | USV Jena | 42 |
| 5. | 22 | 1.FFV Erfurt | 29 |
| 6. | 22 | Erzgebirge Aue | 29 |
