1960-1961

FV Brandenburg 92 wurde wieder zu einer starken Mannschaft.  Am Ende der Saison belegte man in der 2. Klasse einen vorderen Platz, der durch eine
neue Klasseneinteilung  den Sprung  in die erste Klasse bedeutete. Bei Lichterfelde 12 übernahm der Kamerad Rittmeier  die Leitung des Vereins,
der sich in der 1. Klasse schwer tat und einen Mittelplatz erreichte.  Mit großen Hoffnungen startete die LSU in die Saison. Die 1. Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 21,3 Jahren begann zwar mit 4  Niederlagen, konnte sich dann aber von Sieg zu Sieg eilend bis  auf den 3. Platz vorkämpfen.  Leider reichte es nicht zum Aufstieg. Enttäuschung auch bei den 1. Junioren. Die letzten 10 Spiele der Saison wurden allesamt verloren und man rutschte vom 9. auf den 14. Platz (letzter), was den Abstieg nach 2jähriger Zugehörigkeit aus der höchsten Berliner Spielklasse bedeutete.

 

1961-1962

Zum ersten mal spielten alle drei Lichterfelder Vereine in der 1. Klasse in einer Staffel. Für die"92er" waren  Mehl, Friedrich, Dölz, Michaelis, Berge, Schenk, Sommer, Fuchs, Hoffmann, Fischer, Maier, Gründel, Buchwald, Staudenmeier und Trainer Wuttke dabei und erreichten den 3. Platz. Unter dem Vorsitz von Rudolf Hauke und Trainer Heinz Löwenstein fing sich die Mannschaft von Lichterfelde 12 nach anfänglichen Schwierigkeiten und belegte zum Schluss den 9. Platz. Für die Lichterfelder Sport-Union, gerade erst 10  Jahre im  "Geschäft", sollte es eine erfolgreiche Saison werden. Vorsitzender B. Borchert (32) und Trainer H. Rudershausen (44) hatten eine eingespielte und vor allem eine junge Truppe zusammen: W. Haupt (21), W. Pietsch (20), A. Werner (20), D. Kaselow (20), H. Götze (21), M. Malitzke (21), W. Güldenstern (19), W. Erdmann (20), H. Witte (25), B. Erdmann (19), R. Steingräber (18). Weiterhin dabei waren Schlag, Heuß, Frey, Scherf und Lenhart. Schon nach wenigen Spieltagen stand man an der Spitze. Auch im Pokal sorgten die "Rot-Weißen" für Schlagzeilen. Mit 4:0 schalteten die  "erstklassigen" Lichterfelder  den Vertragsligisten Viktoria 89 aus. Das nächste Opfer war dann der Spandauer BC (2:1). Um ins Halbfinale einziehen zu können, musste nun  Minerva 93 mit dem späteren Nationalspieler  Bernd Patzke besiegt  werden. 1.200 Zuschauer sahen ein furioses  Treffen, in dem sich die LSU erst nach der Verlängerung mit 1:2 geschlagen geben musste. Herbert Rudershausen: "Die  Meisterschaft ist wichtiger.  Unser Ziel ist die Amateurliga. Ich habe fast alle Spieler schon als Schüler betreut und sie sind mit mir quasi aufgewachsen". Das Ziel  wurde erreicht. LSU  wurde mit Abstand Meister der 1. Klasse und damit Aufsteiger in die zweithöchste Berliner Spielklasse.

 

1.

Lichterfelder SU

86:36

43:13

2.

SC Charlottenburg

72:41

38:18

3.

Brandenburg 92

72:55

38:18

4.

Cimbria 1900

60:49

32:24

5.

Meteor 06

52:56

30:26

6.

Athen 14

58:54

28:28

7.

BSC Rehberge

41:50

28:28

8.

Hertha 06

58:63

26:30

9.

Lichterfelde 12

58:63

25:31

10.

Westend 01

42:47

25:31

11.

Neuköllner SF

69:62

24:32

12.

Germania 88

67:80

24:32

13.

VfB Britz

45:60

24:32

14.

Wacker 04 Am.

37:48

20:36

15.

VfB Pankow

38:83

15:41


Bei den 2. Mannschaften wurde Brandenburg  92  Meister, Lichterfelde 12 belegte den 3. Platz und die LSU wurde 5. Bei den 3. Mannschaften gab es
folgende Platzierungen: Lichterfelde 12 Zweiter, Brandenburg 92 Fünfter und LSU Elfter.

Saison 1961/62: Pokalfight der LSU gegen Minerva 93 in der 'berüchtigten' Herderstraße: links: Harry Witte, Mitte: Albert Werner

 

1962-1963

Die 1. Jugend von Brandenburg 92  wurde in  dieser Spielzeit  Staffellsieger und somit Teilnehmer an der Südkreismeisterschaft. Mit einem 2:2 im letzten Spiel gegen die Jugend  von LSU büßte man den 1. Platz ein und wurde punktgleich hinter Hertha 03 Zweiter. Die ersten Mannschaften von Brandenburg 92 und Lichterfelde 12 blieben in der 1.Klasse. Der Amateurligist  LSU konnte im ersten Jahr der Zugehörigkeit einen 7.Platz erreichen, mit dem der Vorstand nur halbwegs zufrieden war. Wilfried Erdmann wurde Torschützenkönig der Berliner Amateurliga  (heutige Landesliga) mit 25 Treffern. Die erste Jugend wurde Staffelmeister und belegte nach gutem Start in der Südkreismeisterschaft hinter Brandenburg 92 den 3. Platz.

 

Amateurliga Berlin 

1.

Blau- Weiß 90

75:21

48:12

2.

Union 06

69:36

43:17

3.

Reinickendorfer Füchse

64:39

42:18

4.

SC Staaken

49:39

40:20

5.

Nordstern 07

78:56

37:23

6.

Kickers 1900

51:44

34:26

7.

Lichterfelder SU

75:67

31:29

8.

Tennis Borussia Am.

51:52

27:33

9.

VfL Nord

64:70

27:33

10.

VfB Hermsdorf

48:53

26:34

11.

Hellas-Nordwest

36:49

26:34

12.

Rapide Wedding

40:51

25:35

13.

Minerva 93

42:58

25:35

14.

SC Charlottenburg

4471

23:37

15.

Alemania 90

37:71

16:44

16.

TSV Rudow

28:78

10:50

 

1963-1964

Beim FV Brandenburg 92 wurde eine Handballabteilung dem verein angegliedert. Die Lichterfelder Sport- Union spielte nun von Saisonbeginn an im Lichterfelder Stadion,, wo pro Spiel durchschnittlich 400 Zuschauer begrüßt wurden. Ohne den überragenden Spielmacher Bernd "Huzzi" Erdmann, der als Vertragsspieler zum Spandauer SV wechselte, erreichten die Mannen von Trainer Rudershausen einen 6. Platz. Wilfried Erdmann wurde mit 21 Toren 3. der Amateurliga- Torschützen. Als erstem Mitglied der noch jungen LSU wurde dem 1. Vorsitzenden Bruno Borchert die Goldene Ehrennadel verliehen.

 

Amateurliga Berlin

1.

Viktoria 89

83:45

44:16

2.

SC Gatow

67:44

41:19

3.

Nordsten 07

66:45

40.20

4.

SC Tegel

70:46

37:23

5.

SC Staaken

63:52

35:25

6.

Lichterfelder SU

72:45

34:26

7.

Meteor 06

58:52

30:30

8.

Hellas Nordwest

54:56

30:30

9.

Kickers 1900

44:43

28.32

10.

1. FC Neukölln

46:62

28.32

11.

Rapide Wedding

45:49

25:35

12.

Polizei SV

37:56

25:35

13.

VfB Hermsdorf

56:86

24:36

14.

VfL Nord

46:74

21:39

15.

Tennis Borussia Am.

40:59

19:41

16.

Minerva 93

41:64

19:41

 

1964-1965

Auch in dieser Saison verließen mit Torwart Stroh und W. Erdmann zwei Stützen die LSU, um als Vertragsspieler bei Viktoria 89 zu spielen. Mit Pietrulla (Brandenburg 92) und Mode (Lichterfelde 12) sollten diese Lücken geschlossen werden. Außer ihnen standen im Aufgebot der LSU : Thomas, Birkner, Bittschier, Seibold, Mäthner, Götze, Hartstein, Fuchs, Witte, Lemke, Hofmeister, Güldenstern, Zimmermann, Trautmann, Steingräber, Kaselow, Liehr und Frey. Nach sieben Spieltagen lag man auf dem 1. Platz. Ein zwischenzeitliches Tief ließ die Lichterfelder weit abrutschen. Da die Vertragsliga von der Regionalliga Berlin abgelöst und von 10 auf 16 Vereine aufgestockt wurde, genügte auch noch Platz sechs zum Aufstieg. Mit diesen Gedanken im Kopf wurden die letzten sechs Spiele sämtlichst gewonnen und so der Sprung ins Oberhaus geschafft. Somit war der mit 180.000 Einwohnern zählende Bezirk Steglitz nach vielen Jahren wieder mit einem verein in der höchsten Berliner Spielklasse vertreten, der zu dieser zeit 357 Mitglieder hatte, die in fünf Senioren- und zehn Jugendmannschaften spielten.

 

Amateurliga Berlin

1.

1. FC Neukölln

88:34

51:9

2.

SC Gatow

68:30

43:17

3.

SC Tegel

74:37

39:21

4.

VfB Hermsdorf

61:44

38:22

5.

SC Staaken

76:45

37:23

6.

Lichterfelder SU

66:49

37:23

7.

Rapide Wedding

47:37

36:24

8.

Kickers 1900

54:55

32:28

9.

Union 06

56:81

26:34

10.

VfB Pankow

47:63

24:36

11.

Meteor 06

42:57

23:37

12.

Nordstern 07

37:52

23:37

13.

SSC Südwest

40:56

20:40

14.

Hellas Nordwest

31:59

20:40

15.

Polizei SV

38:82

18:42

16.

Neuköllner SF

39:81

18:42

 

Mit dieser Mannschaft erreichte die Lichterfelder SU den Aufstieg in den bezahlten Fußball:


Mit dieser Mannschaft erreichte die Lichterfelder SU den Aufstieg in den bezahlten Fußball: Stehend v.l.: Trainer Rudershausen, Steingräber, Mäthner, Kaselow, Hartstein, Frey, Lemke, Seibold, vorne v. l.: Birkner, Trautmann, Götze.

1. 0 Energie Cottbus 0
1. 0 BFC Dynamo 0
1. 0 Brandenb. SC 0
1. 0 LFC Berlin 0
1. 0 Malchower SV 0
1. 0 TSG Neustrelitz 0
1. 0 Optik Rathenow 0
1. 0 Torgelower SV 0

Vollständige Tabelle anzeigen

1. 22 Leipziger FC 55
2. 22 1.FC Lübars 53
3. 22 LFC Berlin 46
4. 22 USV Jena 42
5. 22 1.FFV Erfurt 29
6. 22 Erzgebirge Aue 29

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