1955-1956
Brandenburg 92 schaffte es wieder nicht, den Aufstieg in die 2. Klasse zu erreichen. Weitaus erfolgreicher spielte dagegen die 1. Schüler die nach der gewonnenen Staffelmeisterschaft auch den Titel des Südkreises erringen konnte. erst im Endspiel um die Berliner Meisterschaft war man Hertha BSC mit 0:3 unterlegen.
Betreuer Schlüter musste seine Jungs Birkner, Görgen, Michaelis, Klinke, Schaak, Fuchs, Bunzel, Mehl, Grubba, Schenk, Schönefeld, Zunker und Zollchow auf eine neue Chance in der folgenden Saison vertrösten.
Bei Lichterfelde 12, die vier Jahre in der Amateurliga mit wechselndem Erfolg spielten, kam der bittere Abstieg in die 1. Klasse. Während der Amateurligazeit ist wohl ein Spieler besonders herauszuheben: Gerhardt Sziedat, der es nicht nur fertig brachte, in einer Saison 38 Tore zu erzielen, sondern auch durch besondere Verdienste für den Verein mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet wurde.
Die Jugendabteilung konnte sich jedoch in den Jahren bis 1956 auf 9 Mannschaften erweitern. Als Leiter der Jugendmannschaften erwarb sich der Kamerad Herbert Deckwert unter Mithilfe des Kameraden Karl Hubrich besondere Verdienste.
Wieder mit großen Hoffnungen startete die 1. Mannschaft der LSU in die Saison. Trotz eines Trainerwechsels während der Saison, Wehnert für Podratz, konnte nach zwischenzeitlich 25:13 Punkten mit 28:24 Punkten nur der 7. Tabellenplatz belegt werden. Die Jugendabteilung, unter der Leitung des Sportkameraden Sommer, wurde von Herbert Rudershausen trainiert, und das mit Erfolg: Die 1. Schülermannschaft wurde Staffelmeister.
1. Schüler der LSU- Saison 1955/56
Jugendleiter Sommer mit folgenden Spielern: Weidemann, Schulz, Werner, Liesche, Schröder, Lenhart, Mitzsche, Nitschke, Koepke, Schroeter und Erdmann (v.l.n-r.)
1956-1957
In Berlin wurde mit dem Bau des Stadtautobahnringes begonnen: das erste Teilstück zwischen Hallensee und Hohenzollerndamm konnte im November 1956 eröffnet werden.
Nach jahrelangen vergeblichen Anläufen gelang dem FV Brandenburg 92 endlich der Aufstieg. Wir zitieren die Presse:" Ein Jubelschrei ertönte am Sonntag auf dem Sportplatz in der Wilhelmstraße in Lichterfelde, als der Abpfiff zum Fußballmeisterschaftsspiel Brandenburg 92 gegen Concordia Wittenau ertönte. Vor Freude umarmten sich sich die Anhänger der Brandenburger. Durch einen schwer erkämpften 2:1 Sieg hatte ihre 'Elf' die Meisterschaftsserie als Tabellendritter beendet und damit den Aufstieg in die erste Klasse geschafft. Es war ein schönes Geschenk der ersten Mannschaft zum 65. Jubiläum".
Auch in der Jugendabteilung konnte wieder ein Meister gekürt werden. Diesmal war es der 1. Schüler des FV Brandenburg vergönnt, mit einem 2:1 über den letztjährigen Rivalen Hertha BSC im Endspiel um die Berliner Meisterschaft den Titel nach Lichterfelde zu holen. Unter dem Vorsitz von Helmut Burkhardt wuchs bei Lichterfelde 12 wieder eine schlagkräftige Truppe zusammen, die für die Zukunft hoffen ließ.
Erneut peuite man bei der Lichterfelder-Sport-Union den Aufstieg in die 1. Klasse an. Doch mit 33:19 Punkten belegte man zusammen mit den Amateuren von Tennis Borussia nur den 5. Platz. Die für den Aufstieg notwendig gewordenen Ausscheidungsspiele wurden wiederum verloren, wie schon einmal vor vier Jahren. Die Unglücklichen waren Wehnert, Richter, Schulz, Behrendt, Gerhardt, Malitte, Sollorz, Loewel, Stade, Zühlke, Grasnick, Paluttke, Witte und Schlag. Nach vierjähriger erfolgreicher Tätigkeit legte der Jugendleiter Christian Sommer sein Amt nieder. Sein Nachfolger wurde Rudi Gurisch.
von links: Cicewicz, Klinke, Schönfeld, Zollochow, Rehbein, Hoffmann, Schenk, Müller, Betreuer Gansert. knieend: Kafmann, Pietrulla, Erdmann, Hensel, Kanwischer, Kraft.
1957-1958
Der FV Brandenburg hatte es in dieser Spielklasse nicht leicht, sich in der 1. Klasse zu etablieren, konnte aber dennoch die Klasse halten.
Zwei Jahre nach dem Abstieg aus der Amateurliga war der FC Lichterfelde 12 wieder oben. Unter dem Trainer "Bubi" Nickel wurde die Meisterschaft der 1. Klasse gewonnen, und so stieg man in die zweithöchste Berliner Spielklasse auf:
Die Lichterfelder Sport- Union wurde wieder heimatlos.
Im Verlaufe dieser Spielzeit übergaben die Amerikaner die Gardeschützenkaserne an die Sondervermögensverwaltung für ehemaligen Reichsgrundbesitz. So konnten, trotz Einschaltung des VBB, der Presse und des Bezirksamtes Steglitz dort keine Fußballspiele mehr stattfinden. Während man die Jugendmannschaften auf den Nebenplätzen des Lichterfelder Stadions unterbringen konnte, spielten die Männermannschaften auf dem Gelände der Pädagogischen Hochschule in Lankwitz. Diese Unruhe, die von außen in den Verein gebracht wurde, schadete zum Glück nicht dem Spielgeschehen. Die 1. Mannschaft wurde unter Trainer Wehnert mit 25:11 Punkten Tabellenzweiter. Und dennoch reichte diese Plazierung nicht zum Aufstieg. Die Jugendabteilung konnte auch in diesem Jahr wieder Erfolge melden. Die 1. Junioren wurde Staffelmeister und belegten bei der Südkreismeisterschaft den 3. Platz. Und die 1. Jugend sorgte für Furore im Pokal. Man drang bis zum Endspiel vor und stand kurz vor dem Sieg im Berliner Fußball- Pokal. Doch mit einer sehr unglücklichen 0:1 Niederlage gegen Hertha BSC wurde dieses Ziel verpasst.
Die Endspielmannschft: Werner, Zimmermann, Paeg, Pietsch, Weidemann, Wrusch, Güldenstern, Erdmann, Lembke, Kaselow, Steingräber.
Am 23.04.1058 erfolgte unter der Nr. VR 2792 NZ die Eintragung in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Charlottenburg. Der Verein heißt seit diesem Zeitpunkt Lichterefelder Sport- Union 1951 e. V.
Mit folgenden Spielern erreichte Lichterfelde 12 den Aufstieg in die Amateurliga.
(v.l.n.r.): Herbert Meyer, Bernhardt Schulte, Michael Schulz, Werner Graf, Hans Joachim Sziedat, Fritz Sodeikat, Dieter Littschwager, Rudi Lutz, Wolfgang Ott, Jürgen Geipel, Günter Burkhardt, Horst Lehmann, Gerhard Sziedat und Gerhard Zimmermann.
1958-1959
Des einen Freud, des anderen leid. Unter diesem Motto stand dieses Schuljahr: Nach zwei Jahren in der 1. Klasse stiegen die Brandenburger wieder ab und mussten den bitteren Weg in die 2. Klasse antreten.
Lichterfelde 12 konnte sich in der Amateurliga halten.
Bei der Lichterfelder Sport-Union übernahm in dieser Spielzeit Herbert Rudershausen das Training der 1. Männermannschaft, die mit Wacker Lankwitz zu den Favoriten dieser Staffel zählte. Die Heimspiele der Männermannschaften fanden ab Oktober 1958 in der Steglitzer Herderstraße statt. Die Enttäuschung war groß, als man sich nach 8. Spieltagen mit 6:10 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz fand. Doch dann wurde die LSU ihrer Favoritenrolle doch noch gerecht. Es folgten neun siegreiche Spiele sowie ein Remis. Das reichte. Mit 25:11 Punkten und 44.20 Toren konnte man die Meisterschaft erringen und den Aufstieg in die 1. Klasse feiern. Dies Spieler waren an diesem Erfolg beteiligt: Bichl, Bohn, J. Borchert, J. Fischer, Friedland, Götze, Grasnick, Malitte, O. Richter, Schlag, J. Schulz, U. Schulz, Witte, Zühlke.
Meister der 2. Klasse 1958/59- Lichterfelder SU
Für die Jugendabteilung wurde diese Saison zum bisher erfolgreichsten Jahr der noch jungen Vereinsgeschichte. Die 1. Junioren ereichte die Staffelmeisterschaft, wurde Südkreismeister, gewann mit 5:1 gegen den Nordkreismeister Norden Nordwest.
Berliner Meister 1958/59 der 1. Junioren- Lichterfelder Sport- Union
Im Endspiel um die Berliner Meisterschaft traf man auf den VfB Hermsdorf. Mit einem 8:5 Sieg ( Torschütze: W. Erdmann 3, B. Erdmann 2, Kaselow 2, Lemke 1) wurden folgende Spieler Berliner meister: Bernd Erdmann, Wilfried Erdmann, Grossmann, Güldenstern, Kaselow, Kosinski, Lembke, lenhart, Malitzki, Nitzsche, Paeg, Pietsch, Rusch, Weidemann und Wrusch.
Im Winter und Sommer 1958 fanden wider Bezirksauswahlspiele der Junioren, Jugend und Schüler statt, wobei die Auswahlspieler der drei Lichterfelder Vereine großen Anteil am Gesamterfolg hatten.
Für die Junioren spielten von Brandenburg 92: Mehl, Sommer, Maier und Schenk. Von Lichterfelde 12: Schulz, Dudzik und Littschwager.
Für die Jugend spielten von Brandenburg 92: Grubba, Schenk, Michaelis und Hoffmann. Von LSU: Pietsch, Lembke, Wrusch, Kaselow und Erdmann. Für die Schüler spielten von Brandenburg 92: Pietrulla und Kraft. Von LSU: Krüger, Paeg, Zimmermann und Lenhart.
Gesamtwertung aller drei Altersklassen im Südostkreis:
1. | Steglitz | 21:3 |
2. | Tempelhof | 16:8 |
3. | Zehlendorf | 12:12 |
4. | Neukölln | 12:12 |
5. | Schöneberg | 6:18 |
6. | Kreuzberg | 5:19 |
(Junioren 5:3, Jugend und Schüler jeweils 8:0)
Hinter Bruno Borchert übernahm Hans Grasnick am 03.07.1958 das Amt des 2. Vorsitzenden bei der Lichterfelder SU:1959-1960
1959-1960
Wieder war aus dem "Brandenburger- Jugendlager " erfreuliches zu hören. Die 1. Junioren wurde nach dem Staffelsieg auch Südkreismeister und stand somit im Endspiel um die Berliner Meisterschaft.
Mit einem knappen 1:0 Sieg (Torschütze: Jürgen 'Bübchen' Hoffmann) über den Meister der Junioren- Leistungsklasse SC Staken konnte der Meistertitel errungen werden. Für einige Spieler des FV Brandenburg 92 war es schon die dritte Meisterschaft für ihren Verein, die natürlich gemeinsam mit Betreuer Hans Gansert gebührend gefeiert wurde.
Die große Freude wieder in der Amateurliga zu spielen, war Lichterfelde 12 nur 2 Jahre vergönnt. Durch Verletzungen und unglücklich verlorene Spiele reichten die Punkte nicht zum Klassenerhalt, so dass der bittere Weg in die 1. Klasse angetreten werden musste.
Bei der LSU betreute wiederum Trainer Herbert Rudershausen die Senioren und erreichte in der 1. Klasse mit der 1. Mannschaft den 9. Platz. Nach dem letztjährigen Aufstieg konnte sich die 1. Junioren in der Leistungsklasse ( höchste Spielklasse) mit einem 11. Rang behaupten.
Junioren- Leistungsklasse
1. | SC Staaken | 81:27 | 42:8 |
2. | Hertha BSC | 65:48 | 34:18 |
3. | Blau- Weiß 90 | 47:34 | 33.19 |
4. | Hertha 03 | 90:38 | 31:17 |
5. | Tennis Borussia SC | 70:58 | 30:22 |
6. | SC Tegel | 75:68 | 30:22 |
7. | Kickers 1900 | 75:61 | 28:22 |
8. | BSV 92 | 58:55 | 25:27 |
9. | VfB Hermsdorf | 58:64 | 24.26 |
10. | SC Charlottenburg | 64:67 | 22:28 |
11. | Lichterfelde SU | 75:91 | 20:32 |
12. | BFC Südring | 64:77 | 20:32 |
13. | Minerva 93 | 37:64 | 15:35 |
14. | Norden- Nordwest 98 | 13:120 | 2:50 |
Berliner Juniorenmeister 1960- FV Brandenburg 92
v.l : W. Schulze, E. Schulze, Oertel, Kolsch, Buchwald, Hoffmann, Schenk, Klinke, Betreuer Gansert. unten: Fuchs, Michaelis, Mehl, Schönfeld, Friedrich. es fehlen: Gründel und Rehbein

| 11. | Anker Wismar | -7 | 16 |
| 12. | Altlüdersdorf | -11 | 16 |
| 13. | Neubrandenburg | -14 | 14 |
| 14. | Brandenburg | -26 | 10 |
| 15. | LFC Berlin 1892 | -24 | 3 |
| 16. | Türkiyemspor | -- | -- |
| 1. | Neuendorf | +39 | 31 |
| 2. | LFC Berlin 1892 | +34 | 28 |
| 3. | Leipzig II | +30 | 24 |
| 4. | Dresden | +11 | 23 |
| 5. | Halle | +13 | 22 |
| 6. | Erfurt | -2 | 19 |
