Meister der 3. Klasse- FV Brandenburg 92

Lichterfelde12 spielte nach gelungenem Aufstieg in die Amateurliga eine recht passable Rolle und landete zum Ende auf einem guten Mittelplatz1952-1953

Lichterfelde12 spielte nach gelungenem Aufstieg in die Amateurliga eine recht passable Rolle und landete zum Ende auf einem guten Mittelplatz. Der VBB meldet 84 Vereine mit 29.000 Mitgliedern und der Fußballsport erhielt unerwartet vom Fußballtotto Finanzmittel. Endlich konnten wieder Sportgeräte, Jerseys und Bälle beschafft werden. Nach und nach sahen die Mannschaften einheitlich und gut ausgerüstet aus. der VBB konnte so auch den Vereinen Jugendtrainer zur Verfügung stellen. Und noch etwas Bahnbrechendes: die höchste Berliner Spielklasse, die Verbandsliga, wurde eingerichtet. Am 25. Juni 1950 fand im Olympiastadion das erste Endspiel um die Deutsche Meisterschaft nach dem zweiten Weltkrieg statt.100 000 begeisterte Zuschauer feierten den 2:1 sieg des VFB Stuttgart über Kickers Offenbach. Im September 1950 wurden in der ehemaligen Gardeschützenkaserne in Lichterfelde die Labour Service Units, deutsche Wacheinheiten für die Bewachung amerikanischer Dienststellen in Berlin aufgestellt.

Den Vorsitz bei Brandenburg 92 übernahm Siegfried Gentz. Als 2. Vorsitzender wurde der Sohn vom verstorbenen Karl Schmidt, Heinz, gewählt. Die Brandenburger mussten ganz unten in der dritten Klasse anfangen, aber alle taten ihr Möglichstes, um neue junge Kräfte dem Verein zuzuführen. Auch die Jugend fand dank der Mitarbeit der Sportkameraden Britsch, Sabbielski, und Kernick zum FV Brandenburg, wobei den Gründern der Jugendabteilung Heiz Schröder und Willy Schulz ein besonderes Lob galt.

Am 15.02.51 wurde die Lichterfelder Sport- Union aus der Taufe gehoben. Ernst Grams wurde zum 1. Vorsitzenden, Hans Thiergart zum Geschäftsführer und Hans Grasnick zum Kassierer gewählt.

1951-1952

Am 23.07.1951 wurde dann der Aufnahmeantrag der Lichterfelder Sport- Union in den " Amtlichen Mitteilungen" des VBB veröffentlicht. Am 04.09.1951 erfolgte dann die Aufnahme in den Verband. Da dem neuen Verein im Raum  Steglitz kein Sportplatz zur Verfügung gestellt werden konnte, spielte man zunächst im Stadion Wannsee. Unter den Spielpartnern in der 3. Klasse befand sich auch Brandenburg 92.

Schon im ersten Jahr konnte die LSU in der 3. Klasse einen zweiten Platz hinter Marathon 02 erreichen. Und mit 46:10 Punkten und 131:45 Toren wurde dann der Aufstieg in die 2. Klasse gefeiert. Im letzten Spiel standen sich die LSU und Brandenburg 92 gegenüber. Mit aller Konzentration nahmen die Lichterfelder ihre Chance wahr. Das erste Tor schossen aber die wackeren Brandenburger. Ein Weitschuss von Piper brachte das 1:0. Vier Minuten später erfolgte der Ausgleich durch Mittelstürmer Salomon. Noch vor der Pause erzielte Grasnick das 2:1. Obwohl Torhüter Mehl auf Brandenburger Seite prächtige Paraden zeigte, erhöhten Peters und Salomon auf 4:1, bevor Gansert zum Endstand von 4:2 verkürzen konnte.Beteiligt waren hierbei die Kameraden Dobrat, G. Fischer, J. Fischer, Gerhardt, Gesing, Grams, Grasnick, Meinke, Peters, Poehl, Thieme, Sabatini, Salomon, Söffki, Sollorz, Sonderhoff, Sprangowski, H. Schmidt, Warzecha, Wehnert und Wein. Mit 47 Treffern wurde der Amerikaner Sabatini Torschützenkönig. Bereits am 01.08.1952 wurde eine Jugendabteilung ins Leben gerufen. Insbesondere Christian Sommer baute in kürzester Zeit spielstarke Mannschaften auf und hat sich dadurch erhebliche Verdienste geschaffen.

3. Klasse Staffel A

 

1.

Marathon 02

126:26

51:5

2.

Lichterfelder SU

131:45

46:10

3.

Sportfreunde VfL

103:31

45:11

4.

SC Lankwitz

83:58

36:20

5.

SC Azur

81:79

32:24

6.

Normania 08

103:84

30:26

7.

BTSV 1850

79:47

28:28

8.

Brandenburg 92

75:60

25:29

9.

BAK

53:89

23:29

10.

Mariendorfer BC

58:73

22:34

11.

DJK Charlottenburg

62:78

20:36

12.

SC Mariendorf

62:78

20:36

13.

VfL Zehlendorf

76:98

19:35

14.

Charlottenburg 58

49:88

17:35

15.

DJK Borsigwalde

17:192

0:56

Saison 1951/52- Aufsteiger LSU

stehend v.L.: Bodo Sollorz, Heinz Peter, Sabatini, Joachim Fischer, Horst Gerhardt, Hans Grasnick, Horst Henrion, Christian Sommer. unten v. L. : Gerhardt Fischer, Lothar Thieme, Warzecha, Horst Wein.

Lichterfelde 12 brachte im Berliner Fußball- Pokal beinahe den Spitzenreiter der Vertragsliga, die 'Eiserne' Union 06, zum stolpern: "Zunächst schien alles nach Plan zu laufen. Union führte nach einer Stunde durch Treffer von Rogge, Kufner und Salisch 3:0. Doch plötzlich schlichen sich Leichtsinnigkeiten ein, die Lichterfelder witterten Morgenluft. Linksaußen Knot und Halbstürmer Sziedat brachten den Außenseiter auf 2:3 heran. 3000 Zuschauer trauten ihren Augen nicht, als Unions Abwehr ins Schwimmen geriet und in den letzten Minuten bange Augenblicke zu überstehen hatte. Union rette sich mühsam ins Ziel, aber die elf Lichterfelder wurden gefeiert: Lemke, Palm, Neubert, Pommerening, Schick, Starmm, Kunst, Sziedat, Schüler, Kerbs, Kot."

Die beiden Hauptrivalen der Lichterfelder um den Aufstieg behielten diesen Pokalsonntag bestimmt in recht trüber Erinnerung: Der BFC Preussen verlor an der 'Plumpe' gegen Hertha BSC mit 0:8, der spätere Mitaufsteiger in die Amateurliga Spandauer SC unterlag bei Tennis Borussia sogar mit 0:13!

Vorstand des FV Brandenburg 92 vom 03.02.1952

Foto noch nicht im Netz

von links: Bröcker, Zeymer, Budnick, Lange, Gentz, Schulz, Heybert, Ladewig, Schwarz, Voß, Lindenberg, Toberna, Lorenz.

1952-1953

Lichterfelde12 spielte nach gelungenem Aufstieg in die Amateurliga eine recht passable Rolle und landete zum Ende auf einem guten Mittelplatz

Amateurliga Berlin

1.

Hertha 03 Zehlendorf

44:12

2.

Kickers 1900

34:22

3.

Tasmania 1900

33.23

4.

BFC Meteor 06

33:23

5.

VfL Nord

32:24

6.

Conc. Britz

29:27

7.

VfB Britz

28:28

8.

Lichterfelde 12

28:28

9.

Rapide Wedding

27:29

10.

Westend 01

26:30

11.

BSC Rehberge

25:31

12.

SC Tegel

24:32

13.

Frohnauer SC

22:34

14.

Spandauer SC

19:37

15.

SC Charlottenburg

16:40

 

Der Vorstand des FC Lichterfelde 12 mit Ernst Broscheidt, Karl Walz und Fritz Sodeikat

 

Bei Brandenburg 92 umfasste der Spielbetrieb inzwischen drei Senioren- Mannschaften, eine Alte- Herren- Mannschaft und sechs Jugend- Mannschaften. In der Saison 1952/53 hatte man große Hoffnungen, das lang ersehnte Ziel, den Aufstieg in die 2. Klasse zu erreichen. Die Presse schrieb: "Einstmals zählte der F.V. Brandenburg 92 zu den stärksten Berliner Fußballmannschaften. Ohne eigenes verschulden gerieten die Steglitzer in die unterste Spielklasse. Nun geht es wieder aufwärts. Der Anfang wurde in dieser Saison gemacht. Brandenburg 92 steigt in die zweite Klasse auf."

Unter dem Vorsitz von Heinz Hatscher und der sportlichen Betreuung von Günter Wuttke entwickelte sich der Sportplatz an der Goethestraße zu einer fast uneinnehmbaren Festung.

Auch der letzjährige Aufsteiger LSU, mit dem neuen Vorstand Schäfer ( 1. Vorsitzender), Wehnert ( 2. Vorsitzender) und Arnim ( Geschäftsführer), spielte in der zweiten Klasse eine sehr gute Rolle. hinter dem erstplazierten BBC Südost, konnte punktgleich mit Athen 14 der 2. Platz belegt werden. Die erforderlichen Relegationsspiele zum Aufstieg in die 1. Klasse gingen leider verloren.

 

2. Klasse

1.

BBC Südost

62:34

35:13

2.

Lichterfelder SU

70:38

34:14

3.

Athen 14

64:38

34:14

4.

Alt- Holland

48:39

33:15

5.

Stern Marienfelde

58:41

27.21

6.

Wacker 1900

51:52

26:22

7.

Sportfreunde Kladow

60:54

23:25

8.

Komet 34

38:49

20:28

9.

TSC Friedenau

39:61

20:28

10.

RFC Liberta

43:53

18:30

11.

Berliner Bären

39:56

18:30

12.

VfB Pankow

36:63

14:34

13.

Teutonia Spandau

30:60

10:38

Meister der 3. Klasse- FV Brandenburg 92

1. 4 Brandenburger SC 12
2. 4 BAK 12
3. 4 Torgelower SV 9
4. 4 Anker Wismar 9
5. 4 TSG Neustrelitz 7
6. 4 SV Altlüdersdorf 6
7. 4 1. FC Union II 6
8. 4 Hansa Rostock II 6

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1 3 LFC Berlin 6
2. 3 Erzgebirge Aue 6
3. 3 1. FC Union
4. 2 Lok Leipzig
5. 3 Hohen Neuend.
6. 2 FF USV Jena II

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