1919-1924

Nach Beendigung des Krieges war es Walter Pommering, der im Frühjahr 1919 seine Sportkameraden vom FC Lichterfelde 12 zusammen rief, um den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. Der VBB hatte zu diesem Zeitpunkt 222 Vereine mit 35656 Mitgliedern unter seinen Fittichen, und in Lichterfelde zählte man 47200 Einwohner.

 

Die Nachkriegszeit brachte den 12ern einen gewaltigen Aufschwung.

Unter der tatkräftigen Führung des Vorsitzenden Hermann Trüschel, konnte der Verein im Jahr 1920 mit der 1. Mannschaft die Meisterschaft gewinnen und somit in die 2. Klasse aufsteigen. Diese errungene Meisterschaft wertete sich in zahlreichen Neuanmeldungen beim Verein aus. So konnte Lichterfelde 12 zum ersten Mal Jugendmannschaften für die kommende Saison anmelden.

Die Meistermannschaft 1920

 W. Balkow, F. Jacob, T. Lehmann, E. Müller, A. Friese, R. Baum, K. Pfeifer, O. Walz, P. Friese, W. Sieber, O. Schüler (v.L.)

 

Am 27. April 1920 bestimmte das "Gesetz über Bildung einer neuen Stadtgemeinde Berlin", dass "die gesamten Vororte mit Berlin verbunden wurden. Natürlich gehörte auch das "größte Dorf Preußens" - Steglitz- dazu. Nach dem Zusammenschluss wurde Berlin in 20 Bezirke aufgeteilt. Mit diesem Tag endete die Selbstständigkeit der Landgemeinden Steglitz, Lichterfelde, Lankwitz und Südende- der neue 12. Verwaltungsbezirk wurde nach dem einwohnerstärksten Ortsteil Steglitz benannt.

Auch beim FV Brandenburg 92 waren es einmal mehr die "Alten", die den Grundstein zum Wiederauferstehen legten. So erfolgte abermals ein Zusammenschluss, diesmal mit dem Namensvetter Brandenburg 09, und es wurde in der Saison 1920/21 der Aufstieg in die Kreisliga, der heutigen Landesliga geschafft.

Im gleichen Jahr wurde im Berliner Grunewald die Automobil- Verkehrs- und Übungsstraße (Avus) mit der berühmten Nordkurve fertiggestellt.

In der Saison 1921/22 erreichten die Brandenburger den zweiten Platz hinter dem Aufsteiger B.B.C. Für die folgende Saison beschloss man ( auf Wunsch von B.B.C.), dass sich beide Vereine vereinigen, und so wurde unter dem Namen B.B.C.- Brandenburg 92 in der Oberliga gespielt.

Das schon damals neben dem Sport auch das gesellige Beisammensein nicht zu kurz kam, davon zeugen am besten die alljährlich stattgefundenen Stiftungsfeste und besonders die beliebten Maskenbälle in den Lichterfelder Festsälen in der Zehlendorfer Straße, der heutigen Finkensteinallee. Das kraftvolle und für die Öffentlichkeit so überragende Aufblühen der Lichterfelder Vereine war auch nur durch die tatkräftige Mitarbeit und Aktivität jedes einzelnen im Verein möglich. Ehrenpreise und zahlreiche Diplome zeugten von der spielerischen Qualität der Mannschaften.

Auch die eingetretene Inflation- für einen Dollar musste man 4,2 Billionen Reichsmark zahlen- unterbrach die sportlichen Erfolge nicht. Unter der Leitung des Kameraden Walter Friedrich konnte die 1. Mannschaft vom FC Lichterfelde 12 in der Saison 1923/24 den Aufstieg in die Kreisliga erringen. Den Kameraden W.Ortel, Dumnich, Reif, O. Walz, Vietz, Schönbeck, J. Franke, Müller, a. Schröder, Giese, Kupfer und K. Walz war es gelungen, in einem unerhört zähen und verbissenen Kampf den stolzen Meistertitel zu erobern.

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11. Anker Wismar -7 16
12. Altlüdersdorf -11 16
13. Neubrandenburg -14 14
14. Brandenburg -26 10
15. LFC Berlin 1892 -24 3
16. Türkiyemspor -- --

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1. Neuendorf +39 31
2. LFC Berlin 1892 +34 28
3. Leipzig II +30 24
4. Dresden +11 23
5. Halle +13 22
6. Erfurt -2 19

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