
Stehend von links: Kröhan, Knoppik, Barz, Mattigk, Slotta, Panek, Werth. C. Preiß
Sitzend von links: Rabolt, Neumann, Damm, Schroedel (C), D. Preiß
Es fehlen: Munck, Bertram, Makowski
Trainer: von Piechowski
13.02. - In der Sporthalle Uhlandstraße fand am Wochenende die Endrunde um die VFF-BFV-Hallenmeisterschaft 2011 statt. Nach fünf Siegen in der Vorrunde und einem 3:1 im Halbfinale wartete im Finale das ebenfalls ungeschlagene Team von Rotation Prenzlauer Berg. Nach zwischenzeitlichem 0:2-Rückstand sicherten sich unsere Jungs am Ende doch noch den Titel und gewannen mit 4:2. Da bewahrheitet sich wieder die alte Binsenweisheit "Hinten hat der Fuchs die Eier."
Hier der Bericht der Freizeitliga:
Frisch und nicht verkatert trafen wir uns um 10 Uhr in der Uhlandstraße 194. Im Gegensatz zur Vorrunde waren in dieser Endrunde etliche Verbands- und Landesligisten vertreten. Außer der Mannschaft von Ü100 hatte auch keiner einen Bierkasten mitgebracht und so machten wir uns auf „professionelle“ und schwierige Gegner gefasst. Nachdem unsere Zaunfahne aufgehängt und die zahlreich erschienenen Fans sich eingesungen hatten, bestritten wir unser erstes Spiel gegen SV Secura, ebenjenes Team welches auch am kommenden Mittwoch im Achtelfinale des Pokals gegen uns spielen wird. Wir benutzen die erprobte Taktik des Blockwechsels. Im ersten Block standen Darius, Philipp, Christopher und Marcell, im zweiten Block spielten Niklas, Robert, Patrick und Alexander. Max behütete das Tor und musste im ersten Spiel nach einer unglücklichen Abwehraktion ein Eigentor hinnehmen, trotzdem gewannen wir mehr oder weniger souverän mit 2:1. Zwar waren wir spielerisch und kämpferisch überlegen, doch es haperte noch beim korrekten Abschluss.
Anschließend hatten wir 90 Minuten Pause, die wir hauptsächlich mit Essen, Trinken und unseren Ultras verbrachten. Die typische Turnieratmosphäre stellte sich ein und wir fühlten uns an die E-Jugend erinnert.
Unser nächster Gegner waren die Jungs von Ü100, die uns hauptsächlich damit enttäuschten, dass sie nicht alle über 100 Kilogramm wogen. Wir fegten sie souverän mit 3:0 vom Platz.
Nach kurzer McDonalds Pause ging es abermals 90 Minuten später weiter. Wir spielten gegen die Mannschaft „Ballcelona“, die, wie wir bereits durch Beobachtung erfahren hatten, zwar ein schickes Barcelona ähnliches Trikot besaßen, aber im Vergleich eher über spielerische Fähigkeiten wie Cottbus verfügten. Wir ballerten sie mit 9:0 aus der Halle!
Spätestens nach diesem Sieg fingen alle in der Halle an uns zu gratulieren und als klaren Favoriten zu handeln. Unterstützt von unseren treuen Fans und mit der Gewissheit im Rücken, dass wir gegen die Klopper von SG Cherusker nur ein Unentschieden brauchten um in die Endrunde einzuziehen, spielten wir befreit auf. Matze machte uns professionell heiß aufs Spiel, aber ermahnte uns, gegen die im Turnierverlauf sehr auffällige und teilweise brutal aufspielende Mannschaft, spielerisch aufzutreten. Da wir doch sehr eindeutig mit 5:0 gewannen, musste nicht einmal der Notfallplan in die Tat umgesetzt werden und Max nicht im Faustduell gegen den Torwart der anderen Mannschaft antreten. Dieser pöbelte lieber gegen unsere lautstarken Fans.
Das letzte Spiel der Vorrunde wurde zwar mit 4:0 gewonnen, doch ließen wir es am Anfang ein bisschen schleifen, sodass Matze uns ermahnte jetzt nicht nachzulassen und im entscheidenden Halbfinale nochmal alles zu geben.
Mit Grashopper Tegel trafen wir auf unseren ersten Verbandsligisten und hatten in den ersten drei Minuten den Kopf voll. Sie legten doch eine andere Klasse an den Tag und zwangen uns im Spielverlauf mehrmals in die Defensive, trotzdem setzte sich unsere professionelle Einstellung und die damit einhergehende spielerische Leistung schlussendlich durch, wobei wir nicht nur unsere Fans, sondern quasi die gesamte Halle auf unserer Seite hatten. Wir gewannen nach einem hart umkämpften Spiel mit 3:1.
Nachdem der Einzug ins Finale gesichert war und mit Rotation Prenzlauer Berg ein Landesligist als Gegner feststand, wuchs die Nervosität doch sichtlich. Rotation hatte schon einige starke Spiele absolviert und so ließen wir uns zu Anfang zu stark in die Defensive drängen und kassierten in der ersten Minute ein Gegentor, welches gefolgt von einem zweiten in der dritten Minute zur vorzeitigen Auswechslung des ersten Blocks führte. Der zweite Block kam hochgepusht von der Lautstärke auf den Rängen ins Spiel und schaffte nach kurzer Zeit das Anschlusstor und anschließend den Ausgleich. Keiner hatte damit gerechnet, dass wir uns von einem solchen Rückstand so schnell erholen würden und die euphorische Stimmung schlug über. Nach wenigen Augenblicken wurde der erste Block langsam wieder eingewechselt und wir gewannen schlussendlich doch noch mit 4:2.
Bei der Siegerehrung wurden wir abermals ob unserer spielerischen Leistung gelobt und die Verwunderung über einen solch starken Kreisligisten kam zum Ausdruck. Darius und Niklas erzielten jeweils 6 Tore und führten damit die Torschützenliste an, Max der mit Abstand der beste Torwart des Turniers war, bekam leider nicht die verdiente Auszeichnung.
Spätestens nach dieser überzeugenden Vorstellung unsererseits, haben wir die Aufmerksamkeit der Verantwortlichen vom Verband und das Minimum Saisonziel „Double“ schon fast erreicht. Am kommenden Mittwoch wird sich zeigen, wie unser Weg in die Annalen der Freizeitfußballgeschichte weitergeht.
Wir feierten unseren Sieg anschließend in der Kabine und beim Italiener nebenan und erfüllten somit auch zumindest ein wenig das Klischee der Freizeitmannschaft.
Alexander Makowsky
Da wächst was zusammen
… in der neuen Freizeitmannschaft vom LFC.
Vor knapp vier Monaten fand beim Champions-League-Finale zwischen dem FC Bayern und Inter Mailand das erste Treffen der jungen Truppe statt. Die Grundpfeiler für ein hoffentlich erfolgreiches erstes Jahr wurden besprochen, da man bis zu diesem Zeitpunkt allerdings noch ohne Trainer da stand und nicht mal die Hälfte aller Spieler spielberechtigt oder bereits angemeldet waren, stand man vor einer unsicheren Zukunft. Doch das gab sich schnell. Noch am gleichen Abend konnte das Team mit „Matze“ einen disziplinierten und zugleich
taktisch-versierten „Trainerfuchs“ vorstellen, der sein Lieblingswort „unprofessionell“ schnell in die Köpfe aller Spieler einbrannte. Das erste Training fand dann Mitte August statt und entgegen allen Erwartungen blieb der Ball bis aufs sporadische „Viereck-Spiel“ erst mal an der Seitenlinie liegen. Denn für die Spieler, die größtenteils von der Nach-Abi-Zeit gebeutelt waren, bedeutete das Sommerloch konditionell nichts Gutes. Also hieß es: laufen,
laufen, laufen! Nachdem auch die folgenden Trainingseinheiten unerwartet anstrengend und laufbetont waren, so waren wir vor unserem ersten Spiel (Pokal gegen Continental Royals) gespannt, ob und wie unser Zusammenspiel funktionieren würde. Über unseren Gegner war im Vorfeld so gut wie nichts bekannt, außer der Tatsache, dass er wie wir in der Freizeit-Kreisliga spielen würde. Auf dem Platz fing das Spiel eher gemächlich an. Wir starteten holprig in das Spiel, die Lauf- und Passwege stimmten einfach noch nicht.
Zusätzlich hatten wir noch das Problem, dass wir keinen Auswechselspieler hatten, weshalb wir uns unsere Kräfte einteilen mussten. Der Gegner konnte diese Unsicherheiten unsererseits jedoch nicht ausnutzen, tat wenig bis nichts in der Offensive und so gingen wir mit einer 2:0 Führung in die Pause. In der zweiten Halbzeit steigerte sich unser Team deutlich. Die Pässek kamen genauer, die Laufwege wurden klarer, und so gingen wir nach 90 Minuten mit einem 10:1 als Sieger vom Platz. Der Auftakt war geschafft!
Nur zwei Tage später fand unser erstes Punktspiel statt, diesmal gegen den zumindest vom Namen her stark eingeschätzten BFC Viktoria. Auch in diesem Spiel begannen wir etwas zögerlich, konnten uns jedoch kontinuierlich steigern und gingen aus diesem fairen Spiel mit 6:0 als verdienter Sieger hervor.
Elf Tage nach diesem erfolgreichen Auftaktwochenende kam es zu einem Aufeinandertreffen der etwas anderen Art. Die Jugendstrafanstalt Berlin lud zum alljährlichen Fußballturnier. Die sicherlich sehr eigenartige Atmosphäre auf dem Fußballplatz hinter hohen Mauern tat unserem Erfolg jedoch keinen Abbruch und somit ging der Pokal verdient an unser Team. Wir beendeten damit die Siegesserie der JSA, die den Pott zuvor drei Mal in Folge holte. Nach diesen äußerst erfolgreichen Auftaktwochen blicken wir nun optimistisch in die Zukunft
und werden versuchen, so schnell wie möglich die unteren Regionen der vier Freizeitligen zu verlassen, um dann irgendwann der ersten Freizeitmannschaft von Hertha 03 Zehlendorf die bis dato unangefochtene Rolle des FC Bayern der Freizeitligen streitig zu machen. Hohe Ziele, aber alles andere wäre ja auch unprofessionell.
Johannes Rabolt & Timo Werth
Spieler


| 11. | BFC Dynamo | 1 | 29 |
| 12. | Wismar | -17 | 29 |
| 13. | Altlüdersdorf | -19 | 27 |
| 14. | Brandenburg | -45 | 18 |
| 15. | LFC Berlin 1892 | -45 | 4 |
| 16. | Türkiyemspor | -- | -- |

| 1. | Neuendorf | +60 | 50 |
| 2. | Leipzig II | +53 | 45 |
| 3. | LFC Berlin 1892 | +37 | 42 |
| 4. | Dresden | +4 | 33 |
| 5. | Halle | +9 | 32 |
| 6. | Aue | -5 | 30 |
