29.10.2011
So langsam wird's zur guten Gewohnheit. Im dritten Heimspiel in Serie blieb unser LFC-Team ungeschlagen und durfte sich angesichts des Spielverlaufs gar als moralischer Sieger fühlen. Auf das Gefühl eines echten Sieges muss unsere junge Truppe nach dem dritten Heimremis hintereinander allerdings weiter warten.
Das im Vorfeld zum Spitzenspiel stilisierte Duell mit dem 1. FC Neubrandenburg war mal wieder nichts für schwache Nerven. Die Anfangsphase gehörte klar den Hausherren, bei denen Lukoki Kalixto diesmal wieder an vorderster Front aufgeboten wurde und zu Beginn mächtig Betrieb machte. "Kuki" war es dann auch, der in der 13. Minute einen berechtigten Foulelefmeter herausholte, den Tim Felsenberg allerdings neben das Tor setzte. In der Folge kam Neubrandenburg besser ins Spiel und erspielte sich zwei gute Gelegenheiten, LFC-Schlussmann Nico Hinz bestätigte aber seine gute Form und war ein sicherer Rückhalt. Erst als der auffälligste Gäste-Akteur Fuchs nach einem (wieder einmal) hanebüchenen Fehler in der Lichterfelder Abwehr frei aufs Tor zulief und gekonnt lupfte, war unser Keeper machtlos.
Diese zwei Nackenschläge (verschossener Elfer und geschenktes Gegentor) konnten die Roten nur schwer verkraften. Zwar nach wie vor hoch motiviert, aber stark verunsichert, misslangen erstaunlich viele Offensivaktionen schon im Ansatz. Auch die zuvor sichere Hintermannschaft wackelte, war beim starken Konter der Gäste zum 0:2 chancenlos und hatte anschließend Glück, nicht noch höher im Rückstand zu geraten.
Die kaum noch erhoffte Wende leitete ein Debütant im LFC-Dress ein. Unser Brasilianer Emerson war in der Pause gekommen (erstmals nach seinem Meniskusschaden aus dem ersten Training) und bereitete mit einem starken Sprint auf Linksaußen den Anschlusstreffer durch Lukoki Kalixto in der 82. Minute vor. Und auch in der 89. Minute legte Emerson den Ball für Tobias Dittmann auf, dessen Schuss von der Strafraumgrenze abgefälscht den Weg ins Tor fand.
Am Ende stand in einem Spiel, wo eigentlich nur drei Punkte geholfen hätten, ein reichlich glücklicher Punktgewinn, der dennoch extrem wichtig sein dürfte. Denn wie schon in den Derbies gegen Türkiyemspor (3:3 nach 0:3) und Viktoria 89 (0:0 nach abwehrschlacht) hat die Mannschaft von Peter Heinrich eine sensationelle Moral bewiesen und gezeigt, dass jede Menge Leben in ihr steckt. Und dass es sich lohnt, geduldig darauf zu warten, dass der Knoten platzt. Schon bald gibt's den ersten Dreier - ganz bestimmt!
LFC: Hinz - Huke, J. Felsenberg (67. Leitgeb), Ince, Runge - Vogler, T. Felsenberg - Danko (46. Emerson), Matschke, Erdogan (62. Dittmann) - Kalixo.


| 11. | BFC Dynamo | 1 | 29 |
| 12. | Wismar | -17 | 29 |
| 13. | Altlüdersdorf | -19 | 27 |
| 14. | Brandenburg | -45 | 18 |
| 15. | LFC Berlin 1892 | -45 | 4 |
| 16. | Türkiyemspor | -- | -- |

| 1. | Neuendorf | +60 | 50 |
| 2. | Leipzig II | +53 | 45 |
| 3. | LFC Berlin 1892 | +37 | 42 |
| 4. | Dresden | +4 | 33 |
| 5. | Halle | +9 | 32 |
| 6. | Aue | -5 | 30 |
