27.10.2011
10. Spieltag gegen Union Fürstenwalde (A)
Wer unseren Coach Peter Heinrich kennt weiß, dass er sich auf jeden Gegner gründlich vorbereitet und ihn akribisch analysiert. Zum Kellerduell bei Union Fürstenwalde war er nun sogar besonders gut vorbereitet, war es doch für ihn die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte, wo er einst über viereinhalb Jahre ein Spitzenteam der Brandenburgliga geformt hatte.
Peter Heinrich wusste, dass auf dem hügeligen Geläuf im schmucken Friesenstadion kein gepflegtes Kurzpassspiel à la Barcelona möglich sein wür-de. Er wusste, dass die Fürstenwalder mit einer eher robusten denn filigranen Spielweise den Erfolg in diesem Sechspunktespiel suchen werden. Er sollte Recht behalten.
Es entwickelte sich kein Spiel für Fußballfeinschmecker. Noch eher bemüht um eine vernünftige Spielanlage zeigten sich unsere Lichterfelder, doch mit oft nur angedeutetem Pressing und zu häufig verhaspelten Ballpassagen bekamen sie "keinen Zugriff auf das Spiel" (Heinrich). Fürstenwaldes Spielanlage dagegen war einfach gestrickt: Viele lange Bälle auf die schnelle Spitze, dazu körperliche Präsenz in den Zweikämpfen. Das reichte aus, um sich in der ersten Hälfte ein leichtes Chancenplus zu erarbeiten. LFC-Keeper Nico Hinz bestätigte mehrfach seine gute Form. Auch auf der Gegenseite wurde es hin und wieder gefährlich, beispielsweise als Ilkan Senkaya freistehend übers Tor köpfte, Jean Philippe Ond in aussichtsreicher Position nicht zum Abschluss kam oder David Matschkes langer Freistoß an den Pfosten klatschte.
Unmittelbar nach Wiederanpfiff fiel das Tor des Tages, als unsere Defensive - vielleicht noch nicht wieder voll konzetriert - erst den gegnerischen Flügelspieler Mutschler nicht an Solo und Flanke hindern konnte und anschließend Stürmer Dressler ziemlich frei zum Kopfball kommen ließ. Es folgte ein umkämpftes, aber nach wie vor wenig ansehnliches Spiel mit einer für Lichterfelde tragischen Schlussphase.
Die „Reds“ wollten die Partie noch nicht verloren geben und auch von der Seitenlinie erfolgten durch offensive Auswechslungen kämpferische Signale. Kurz nach dem dritten Wechsel verletzte sich jedoch Ilkan Senkaya - wir mussten zu zehnt weiterspielen. Als dann auch nach Majuran Kesavan in seinem Oberligadebüt sieben Minuten nach seiner Einwechslung vom Platz flog, standen wir nur noch mit acht Feldspielern da. Dennoch gab es Hoffnung bis zum Schlusspfiff. Die Gastgeber - scheinbar stehend k.o.? - kamen nicht mehr aus der Defensive heraus und verursachten etliche Freistöße im Halbfeld. Viele davon segelten gefährlich in den Strafraum, ins Netz gelangte keiner von ihnen.
Unterm Strich steht unser Team mal wieder mit leeren Händen da, sollte die Hoffnung aber trotz des erneuten Rückschlags in einem richtungsweisenden Spiel nicht aufgeben. Die Chance auf Wiedergutmachung kommt auf dem Fuße - im absoluten Abstiegskrimi gegen Neubrandenburg...
LFC: Hinz - Huke, J. Felsenberg, Neugebauer, Runge - Vogler, Kalixto - T. Felsenberg (65. Haase), Senkaya, Matschke (75. Kesavan) - Ond (46. Dittmann).


| 11. | BFC Dynamo | 1 | 29 |
| 12. | Wismar | -17 | 29 |
| 13. | Altlüdersdorf | -19 | 27 |
| 14. | Brandenburg | -45 | 18 |
| 15. | LFC Berlin 1892 | -45 | 4 |
| 16. | Türkiyemspor | -- | -- |

| 1. | Neuendorf | +60 | 50 |
| 2. | Leipzig II | +53 | 45 |
| 3. | LFC Berlin 1892 | +37 | 42 |
| 4. | Dresden | +4 | 33 |
| 5. | Halle | +9 | 32 |
| 6. | Aue | -5 | 30 |
