02.10.2011
Fangen wir mit dem Positiven an: Nach drei erzielten Auswärtstoren in Rathenow und zweien in Brandenburg kamen beim gestrigen Gastspiel in Wismar zwei weitere in der Fremde erzielte Treffer hinzu. Und was für welche:
Beim ersten LFC-Erfolgserlebnis kam der Ball nach geduldiger Ballstafette über die rechte Seite von David Danko/Ilkan Senkaya zu Dennis Vogler, der erst seinen Gegenspieler souverän stehen ließ und dann mit einem strammen Rechtsschuss das Netz zappeln ließ. Beim zweiten Tor der Lichterfelder legte David Danko den Ball aus zentraler Position fein nach rechts auf den aufgerückten Michael Huke, seine flache Eingabe drückte Lukoki Kalixto im zweiten Anlauf mit eisernem Willen über die Linie.
So weit, so gut. Unterm Strich stehen jedoch wieder null Punkte trotz der beiden sehenswerten Tore, weil man die doppelte Anzahl an Gegentoren zuließ.
Die gefälligere Mannschaft waren in der Anfangsphase zunächst die engagierten Schützlinge von Peter Heinrich. Doch schon nach elf Minuten stand es 2:0 für den FC Anker. Eiskalt nutzten die Hansestädter zwei unerklärliche Lichterfelder Konzentrationsschwächen im Spielaufbau bzw. bei der Ballannahme. Keine Abwehrchance für Keeper Michael Hinz bei den souveränen Abschlüssen der Wismarer. Das 3:0 folgte aus einem übermotivierten Ballverlust des LFC in der gegnerischen Hälften, den folgenden Angriffsspielzug der Gastgeber konnte keiner der "Roten" mehr entscheidend stören.
Wie schon im letzten Heimspiel gegen Türkiyemspor bewiesen die Lichterfelder trotz 0:3-Rückstand Moral. Schon bald gelang der Anschluss durch Dennis Vogler. Und auch als ein weiterer haarsträubender Ballverlust in der eigenen Hälfte das 4:1 für Wismar ermöglichte, war der Wille unseres Teams noch nicht gebrochen, noch vor der Pause gelang der erneute Anschlusstreffer zum 4:2.
Mit der Hoffnung auf ein erneutes Comeback starteten die Gäste dann in die zweite Hälfte. Ein hoher Kräfteverschleiß und Nachlässigkeiten im Torabschluss sorgten allerdings dafür, dass auf beiden Seiten keine weiteren Treffer hinzukamen. Hinten hatte der LFC dabei hin und wieder Glück, dass weitere defensive Wackler nicht bestraft wurden, vorne war es bei Chancen u.a. für Matschke, Runge, Ond in erster Linie die fehlende Zielstrebigkeit und etwas Pech, die eine Verkürzung des Rückstands verhinderten. Auch nach der Gelb-Roten Karte gegen Wismars Innenverteidiger Touré blieb die Aufholjagd des LFC diesmal aus.
So musste das Team um Peter Heinrich die schöne Hansestadt Wismar mit leeren Händen verlassen. Viel Zeit gab es auf der Rückfahrt, um nach Mitteln und Wegen zu grübeln, wie man die leichten individuellen Fehler abstellen kann, und wie man die hoffentlich bald wiedergenesenen Rekonvaleszenten (diesmal fehlten 12 Spieler!) in die Mannschaft einbauen kann. Dann wird's auch bald was mit dem ersten Dreier!
LFC: Hinz - Huke, J. Felsenberg (63. Schröder), Runge, Ince - Vogler - Danko, Kalixto, Senkaya (46. Schwenke), Matschke (66. Ond) - Dittmann.


| 11. | BFC Dynamo | 1 | 29 |
| 12. | Wismar | -17 | 29 |
| 13. | Altlüdersdorf | -19 | 27 |
| 14. | Brandenburg | -45 | 18 |
| 15. | LFC Berlin 1892 | -45 | 4 |
| 16. | Türkiyemspor | -- | -- |

| 1. | Neuendorf | +60 | 50 |
| 2. | Leipzig II | +53 | 45 |
| 3. | LFC Berlin 1892 | +37 | 42 |
| 4. | Dresden | +4 | 33 |
| 5. | Halle | +9 | 32 |
| 6. | Aue | -5 | 30 |
